Murmurations
Ein Schwarmexperiment.

"Murmurations" sind besonders eindrucksvolle Schwarmformationen von Staren. Im Frühsommer beginnen die Stare sich zu einem Schwarm zu sammeln, um sich dann zu Herbstbeginn in Richtung Süden aufzumachen, wo sie überwintern. Auf dem Weg in den Süden schließen sich immer mehr Schwärme zusammen und zählen dann bis zu einer Million Stare. Dieses Naturphänomen hat mich zu folgender Idee inspiriert:

 

 

Idee 

Die Grundidee ist die Aufführung des Stückes "Cerchio Tagliato dei Suoni" für 104 FlötistInnen von Salvatore Sciarrino. Das Publikum wird aktiv integriert in die Performance durch Summen und bildet so einen zweiten Schwarm. Diese zwei Schwärme werden während des Konzerts zusammengeführt - wie eine "Murmuration" 

Dieses Konzertkonzept wurde von der künstlerischen Leitung des Musikfestivals Bern ausgewählt und wird im Rahmen des Musikfestivals im September 2021 aufgeführt werden.

 https://www.musikfestivalbern.ch/ 


 Das Stück 

"Cerchio Tagliato dei Suoni" ist ein Stück für 4 SoloflötistInnen und ein mobiles Begleitorchester aus 100 FlötistinInnen. 

Das Begleitorchester bewegt sich nach einem von Sciarrino vorgegebenen Schema im Raum und hat meist Einfaches, Geräuschhaftes zu spielen - dieser Part kann von LaienmusikerInnen übernommen werden.

 

Murmurations von Flötistin Johanna Schwarzl spielt das Stück "Cerchio Tagliato dei Suoni“ von Salvatore Sciarrino. Die Idee stammt von dem Naturphänomen von Schwarmformationen von Staren
I conceived the idea of a migration of sounds, that is a promenade of a generation of simple sounds, carried along by a sea of moving flutists.” - Salvatore Sciarrino
Johanna Schwarzl Soloflötistin bei Murmurations. Hier bilden die FlötistInnen den ersten Schwarm und das Publikum den zweiten Schwarm. Jetzt im Begleitorchester mitspielen.

 

Die Publikumsintegration

 Das Konzert soll im Münster in Bern stattfinden. Um in die Kirche zu gelangen, muss jede/r KonzertbesucherIn einen Ton summen. Sound Art Künstler Matthias Müller wird live aus diesen Summtöne einen zweiten Schwarm bildet, der während des Stückes allmählich größer wird und sich am Schluss mit dem anderem Schwarm vereint. Dieser Summchor ist als paralleles Stück zu verstehen, das zeitgleich zu Sciarrino präsentiert wird.

wer spielt?

SoloflötistInnen:

  • Johanna Schwarzl 
  • Martin Fahlenbock
  • Christian Studler
  • N.N.